Digitales Energiemanagement:
Daten und Sensoren für kommunale Liegenschaften
Mit dem Konzept für kommunales Energiemanagement schlägt der Immobilienservice Menden (ISM) einen Fahrplan für Einsparungen bei Energie- und Wasserverbrauch vor. Für die insgesamt 97 kommunalen Gebäude könnte langfristig – so die Erfahrung aus anderen Städten – eine Einsparung von bis zu 20% erreicht werden. Eine beträchtliche Summe angesichts der Energiekosten von rund 2 Mio. Euro pro Jahr. „Der Schlüssel dazu sind einerseits technische Maßnahmen wie etwa Sensoren, die live melden, wenn Temperaturen zu hoch sind oder Elektrogeräte über das Wochenende angeschaltet sind. Gleichzeitig helfen auch organisatorische Maßnahmen wie Nutzer-Trainings oder die Einrichtung eines zentralen Energieteams dabei, dass Energie gespart werden kann“, erklärt Martin Niehage, Geschäftsführer des ISM.
Das Konzept, das in Zusammenarbeit zwischen ISM, Stadtwerken, mendigital und der Firma Adapton entstanden ist, greift dabei auf Erfahrungen aus anderen Kommunen zurück. In Zukunft sollen etwa alle Energiedaten in einer Software zusammenlaufen, die Verbräuche vergleicht und sofort per SMS meldet, wenn Ausreißer auftreten. „Auch für unsere Teams wird die Arbeit deutlich vereinfacht, indem Sensoren die Daten per Funk melden oder Hausmeister die Zählerstände in eine App eingeben. Ausgehend von 8 Pilotgebäuden möchten wir zunächst Erfahrungen sammeln und dann schrittweise mehr Standorte an die neue Technik anbinden“, erklärt Iris Rapp, Teamleiterin des ISM.
Bereits heute werden die Raumklima-Ampeln der NIkolaus-Groß-Schule per LoRaWAN für das Energiemanagement auf Basis von Mendens Smart City Datenplattform genutzt. Alle weiteren städtischen Schulen werden im Laufe des Jahres 2025 angebunden, um mithilfe der Daten Energieeinsparungen zu ermöglichen.
Für die Pilotphase soll auf Fördermittel zurückgegriffen werden, sodass die Anfangsinvestitionen schon nach ca. 2 Jahren wieder eingespielt sein sollen. „Ein weiterer Vorteil ist, dass hier Mendens LoRaWAN-Funknetz mitgenutzt wird, das ohnehin für Smart City Lösungen wie Pegelmessungen vorgesehen ist. So greifen die Technologien ideal ineinander und wir sparen wertvolle Zeit“, so Robin Eisbach, Geschäftsführer der mendigital.
